023

Das soziale Musiknetzwerk Ping
Das soziale Musiknetzwerk Ping

Abgeschottet hinter hohen Mauern, bislang ungeliebt, von wenigen genutzt – so oder so ähnlich muss sich das soziale Musiknetzwerk “Ping” von Apple in den vergangenen Wochen gefühlt haben. Nach der ersten Anfangseuphorie (sie dauerte allerdings nur wenige Tage…) hagelte es massive Kritik an dem neuen Apple-Dienst. Jetzt bekommt Ping eine zweite Chance und externe Oberfläche. Wenn man so will darf Ping den bei Apple sonst eher üblichen “Walled Garden” überspringen – künftig kann man bei Twitter “pingen”.

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Ist es die richtige Strategie, wenn sich zwei Dickschiffe, wie Facebook und Google gegenseitig blockieren? Nur durch “Trickserei” ist es zum Beispiel möglich die bei Facebook gesammelten Kontaktdaten zu exportieren. In die andere Richtung – also vom Google Mail Adressbuch rüber zu Facebook, war das automatisierte Auslesen bislang einfach. Mittlerweile will genau das Google aber verhindern – nur eine Warnmeldung vor Facebook.

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Microsoft wertet seine Spielkonsole Xbox 360 weiter auf. Kinect heißt die 150 Euro teure Hardware, die man an die XBox anschließt und die dann sehen und hören kann. Wird der Spielespaß dadurch noch größer?

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Björn Czieslik
Björn Czieslik

Gast ist der Münchner Journalist Björn Czieslik. Er schreibt hauptsächlich für den genialen Mediendienst turi2.de.

022

Mark Zuckerberg
Mark Zuckerberg

Facebook baut weiter an seiner mobilen Strategie. Diese Woche hat das Unternehmen aus Palo Alto nicht nur neue Apps für iPhone und Android vorgestellt. Das Social Network ging noch einen Schritt weiter – Entwickler können die Schnitstellen (API) für Lokalisierungsfunktionen umfangreich nutzen.

Für Dritt-Anbieter wie Gowalla und Foursquare ist es viel einfacher die Schnittstellen für ihre eigenen mobilen Apps zu nutzen.

Das ganze hat aber auch eine Schattenseite: Mit dieser Strategie umarmt Facebook die viel kleineren Dienste – wie eben zum Beispiel Foursquare oder Gowalla. Auf der “Plattform” von Facebook begegnen sich dann deren Nutzer wieder. Was das für die Geschäftsmodelle dieser Anbieter bedeutet – unklar.

Nur eines ist klar: Der Abstand zwischen Facebook und Google auf iPhone und Android wächst weiter. Auf mehr als 200 Millionen Nutzer via Mobiltelefon kommt Facebook nach eigenen Angaben mittlerweile….

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Google Street View
Google Street View

Google Street View sorgt jetzt auch in Großbritannien für Ärger. Dort hat der Datenschutzbeauftrage das kalifornische Unternehmen für die Erfassung von Daten gerügt, die mit Street View im Grunde nichts zu tun haben. Und auch in Deutschland scheint die Freude über den Start des Bilder-Dienstes wieder etwas getrübt. Zwar ist Street View in der Millionenmetropole “Oberstaufen” im Allgäu jetzt offiziell gestartet. Offenbar ist dem Unternehmen da aber ein kleiner Fauxpax unterlaufen. Im Grunde ist diese fast schon typische deutsche Debatte um Sinn und Unsinn von Google Street View schon nicht mehr zu ertragen. Trotzdem sprechen wir in unserem Podcast nocheinmal darüber. Aber wirklich das letzte Mal – versprochen.

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Bizarr – Anders kann man die Auseinandersetzung zwischen Techcrunch Chef Michael Arrington und dem schmierig wirkenden Web-Unternehmer Jason Calacanis nicht bezeichnen. Eine perfekte Klatsch- und Tratsch-Geschichte, wie sie sonst nur in Hollywood und im Silicon Valley geben kann. Mehr dazu in unserem Audiofile.

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Thomas Cloer
Thomas Cloer

Gast ist diese Woche Thomas Cloer von der Computerwoche in München.

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Datenschützer wie auch Google selbst duerften überrascht gewesen sein, wieviele Menschen im Deutschland sich gegen “Street View” entschieden haben. Fast eine Viertel Million sagt, sie möchten nicht, dass ihr Haus in dem Dienst erscheint.

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Gegenwind aus anderer Richtung erhält das führende Suchmaschinen-Unternehmen derzeit von den amerikanischen TV-Networks. Die wollen verhindern, dass Benutzer einer Set-Top-Box mit Google Betriebssystem von ihren Webseiten Videoclips abrufen können….

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Mac OS X – Lion – das ist der Name des neuen Apple Betriebssystems, das vermutlich im Sommer nächsten Jahres erscheinen wird.

Noch “spektakulärer” ist ein neues, superflaches Macbook.

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Gast in dieser Woche ist der IT-Berater Christian Pohle aus der Nähe von München.

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Ray Ozzie
Ray Ozzie

Ray Ozzie gilt als Visionär. Von einer Lücke bei Microsoft ist die Rede, nachdem der CEO von Microsoft, Steve Ballmer, den Rücktritt von Ozzie als oberster “Software-Chef” angekündigt hat.  Es gibt das Gerücht, dass die Chemie zwischen den Beiden nicht gestimmt hat. Fakt ist: Ozzie ist ein Mensch, der viel bewegt hat. Nicht nur bei dem Software-Konzern. 1996 verkaufte er sein Unternehmen Iris Associates an IBM, das den Email-Client und die Gruppen-Software “Lotus Notes” herstellte. Preis: 4 Milliarden Dollar. 2006 kaufte Microsoft sein Unternehmen Groove Networks auf. Angeblich um Ozzie an Microsoft zu binden. Dort übernahm er die Funktion des Software-Architekten, die vakant wurde, als sich Bill Gates zurückzog.

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Google und Apple geht es gut. Die jetzt vorgelegten Quartalszahlen unterstreichen das. Mehr als 2 Milliarden Dollar hat der Suchmaschinen-Konzern im vergangenen Quartal verdient, bei Apple ist es doppelt so viel. Die große Frage ist: Was fangen Google und Apple mit dem Geld an? Werden Sie in neue Geschäftsfelder investieren, mehr Personal anheuern oder gleich ganze Firmen aufkaufen? Es steht sogar die kühne Behauptung im Raum, Apple wolle Facebook kaufen….

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Gottfried Vossen
Gottfried Vossen

Prof. Dr. Gottfried Vossen lehrt an der Uni Münster Wirtschaftsinformatik. Eines seiner Hauptgebiete ist das Cloud Computing.

Vossen war einer der ersten, die sich auch wissenschaftlich mit dem Web 2.0 auseinander gesetzt haben. Sein Buch “Unleashing Web 2.0: From Concepts to Creativity” erschien bereits 2007.

Gottfried Vossen ist diese Woche unser Gast. Enjoy.

007 , Google, Facebook, Der Film – Geek-Week Audio-Netcast #019

Microsoft Windows Phone 7
Microsoft Windows Phone 7

Microsoft könnte gegenüber Apple und Android wieder Boden gut machen. Am 21. Oktober sollen auch in Deutschland erste Mobiltelefone mit dem neuen Handy-Betriebssystem auf den Markt kommen. Microsoft könnte die Gelegenheit nutzen und in eine Lücke zwischen Android aus dem Hause Google und dem iPhone von Apple schlüpfen. Und das heißt:
Bei den Apps und dem dazugehörigen Marktplatz: weniger Restriktionen als bei Apple, aber auch kein so Durcheinander wie im Android-Market Place. Preislich könnten sich die Geräte im Massenmarkt deutlich unter den iPhones auf Augenhöhe mit Android-Geräten bewegen. Und dass Microsoft einiges richtig macht, zeigt auch die völlig neue Oberfläche: Weg vom Look and Feel des PC-Betriebssystems, hin zu einem berührungs-empfindlichen Display, das einen ständig über Email-Eingang, Facebook-Nachrichten und Status-Updates von Twitter versorgt. Design und Benutzerführung sind kein Vergleich mehr zum schwerfälligen Vorgänger 6.5. Sicherlich dürfte das neue OS stärker auf den Konsumenten-Markt fokussiert sein. Aber selbst das iPhone ist heute in vielen Unternehmen etabliert. Der Springer-Verlag in Berlin hat es vorgemacht.

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Google ist ein klassisches Ingenieurs-Unternehmen. Forschung und Entwicklung gewichten hier scheinbar deutlich höher als in vielen anderen amerikanischen oder europäischen Unternehmen. Sehen konnte man das unter anderem am Wochenende: Da zeigte der Konzern Testautos, die auf dem kalifornischen Highway 101 zwischen Mountain View und San Francisco fuhren – gesteuert von einem Computer. Mehr dazu in unserem Podcast.

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Facebook der Film ist seit knapp einer Woche in Europa in den Kinos und scheint beim Publikum anzukommen. In den USA führt der Spielfilme die Kino-Charts an, in Deutschland ist er gleich auf Platz 2 eingestiegen.

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