010 , WePad und Twitter Chirp – Geek-Week Audio-Podcast #005

Mit jedem Jahr scheint die Blogger und Social Media Konferenz re:publica erfolgreicher zu werden. Sie wächst und wächst und wächst. Auch dieses Mal hat man es geschafft, Referenten zu verpflichten, die polarisieren. Unter anderem gelang dies wohl mit Jeff Jarvis, dessen Beitrag im Mediendienst meedia.de entsprechend scharfzüngig von Stefan Winterbauer kritisiert wurde.

Im geek-week Podcast diese Woche sprechen wir über die etwas “komische” Pressekonferenz der neofonie GmbH zum WePad. So ganz misslungen findet die unser Gast Sascha Pallenberg nämlich nicht. Außerdem, so sagt er, habe er Gelegenheit gehabt, einen Tag später das WePad nun mit auf Linux basierendem Betriebssystem zu testen. Er habe es sogar in der Hand halten dürfen. Seine Begeisterung für das in Deutschland konstruierte Gerät scheint zu wachsen.

Zum ersten Mal fand in San Francisco diese Woche die Chirp Konferenz von Twitter statt. Und dort hat die Chefetage von Twitter einige Dinge verkündet, die manchem Developer wohl nicht so gefallen haben dürften: Der Microblogging-Dienst will Anwendungen, die bisher erfolgreich von externen Unternehmen betrieben wurden, selbst in die Hand nehmen. So steht das Thema “URL-Verkürzer” wohl ganz oben auf der “To-Do-Liste”. Schade für bit.ly. Loic LeMeur, der mit Seesmic Desktop selbst eine Anwendung für Twitter auf dem Markt hat, scheint das wenig zu scheren.

Diese Woche diskutieren mit uns:

Wolfgang Noelke, Journalist, Berlin

Sascha Pallenberg, netbooknews.de

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In diesen Tagen kann es eigentlich nur ein Thema geben und das ist gnadenlose und kostenlose Werbung für das iPad von Apple zu machen. Auch Frederic und ich haben uns in den Dienst des Unternehmens aus Cupertino gestellt. Wir konnten uns nicht mehr gegen die Angebote stemmen. Wenn ein Beitrag dann mal plötzlich sechsstellig wird, kann man nur noch ein “ja” raunen und unterschreiben. Auch wenn es unserer journalistischen Moral und Ethik widerspricht. Aber egal.

Nein, ernsthaft. Es gibt eine Menge von neuen Tablet Geräten, die in den nächsten Tagen als Konkurrenz zum iPad auf den Markt kommen sollen: Von Asus über Sony bis hin zur deutschen Gegenantwort: dem WePad der Berliner Firma Neofonie. Die nächsten Tagen sind allerdings dominiert vom iPad.

Und da kann man sich eigentlich keinen besseren Gesprächspartner in unsere Sendung holen als meinen Kollegen Richard Gutjahr (mit dem ich zusammen auch appstory.tv betreibe). Denn Richard befindet sich gerade in New York, ist nur wenige 100 Meter vom Apple Store entfernt. Er wird die nächsten 24 Stunden von dort live berichten – in seinem Blog und natürlich auch via UStream. Außerdem kann man seine Videos bei sueddeutsche.de sehen.

Gestern Nacht – also in der Nacht von Donnerstag auf Freitag – haben Frederic und ich mit ihm diesen Podcast aufgenommen. Enjoy knapp 20 Minuten iPad-Talk.

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Der Buzz aus Google scheint schon wieder raus zu sein. Der Hype um den neuen Echtzeit-Dienst und Twitter Konkurrenten aus dem Hause Brin, Page und Schmidt hat sich offenbar nach kurzer Zeit wieder gelegt. Zu kompliziert und zu wenig durchdacht, sagen unsere Mit-Diskutanten Franziska Bluhm, Sören Stamer und Thomas Pfeiffer.

Wie muss man den “ein bißchen” Rückzug von Google aus China bewerten? Bekanntlich hat sich das Suchmaschinen-Unternehmen aus “Mainland” China abgemeldet und residiert jetzt in der autonomen Zone von Hong-Kong. Hong-Kong ist nur wahrlich kein Hort der freien Welt, zwar gibt es eine Pressefreiheit, doch die politische Ordnung in der einstmals unter britischer Herrschaft stehenden Kronkolonie ist alles andere als demokratisch. Wäre Google nicht besser beraten gewesen, und hätte sich gänzlich aus China zurückgezogen?

Das Buch “Dumm 3.0” von Markus Reiter sorgt für eine lebhafte Diskussion. Darin beschreibt der Journalist, Kommunikationstrainer und Medienberater wie Twitter, Blogs und Social Networks “unsere Kultur bedrohen”.

In einem Interview mit der ZEIT sagt Reiter: “Ich wende mich im Wesentlichen gegen die Heilserwartung, die Internetapologeten oder selbst ernannte Evangelisten an das Internet stellen. Also gegen den Glauben, dass das Internet emanzipatorisch wirke und dass jetzt neue Möglichkeiten der Demokratisierung bestünden. Es ist hier schlicht ein Machtkampf im Gange zwischen den Eliten der alten Medien und denjenigen, die an die Fleischtöpfe wollen.

Diese Woche diskutieren mit uns im geek-week Podcast:

Franziska Bluhm, stellvertretende Chefredakteurin von RP Online sowie Web-Autorin. Hier twittert Franziska.

Sören Stamer, ehemaliger Chef von CoreMedia in Hamburg, er lebt in San Francisco

Thomas Pfeiffer twittert als codeispoetry. Er ist Medienpädagoge und Social Media Experte. Er berät Unternehmen auf ihrem Weg insWeb 2.0 bzw. Enterprise 2.0.