GW026

Google
Google

Man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll. Die Marktmacht von Google ist wohl der Auslöser dafür, dass nun die EU-Kommission ein Kartellrechtsverfahren gegen das Suchmaschinenunternehmen gestartet hat. Im Kern geht es um die Frage: Positioniert Google Konkurrenten, also andere Suchmaschinen, in seinen Suchergebnisseiten zu weit unten? Sprich: Sind die Trefferseiten manipuliert? Unter anderen stellt sich die Frage, in wie weit und ab wann der Staat in das Produkt eines Unternehmens eingreifen darf, nur weil es eine bestimmte Größe erreicht hat, die für viele andere als Referenz gilt?

Groupon
Groupon

Und nochmal Google: Auf der Weihnachtswunschliste von Marissa Mayer, bei Google mittlerweile für lokale Suche zuständig, einem der wichtigsten Geschäftsfelder der Zukunft, steht die Rabatt-Plattform Groupon. Die scheint der Konzern unbedingt kaufen zu wollen. Angeblich ist man bereit, bis zu sechs Milliarden Dollar zu bezahlen. Es gibt aber auch Zweifel, ob Groupon mit seinen 12 Millionen in den USA registrierten Benutzern und einem Umsatz von 265 Millionen Euro im Jahr wirklich die Werthaltigkeit liefert, wie vom Suchmaschinen-Konzern offenbar angenommen.

Cyber-Monday – so hat Amazon diese Woche seine Schnäppchen-Aktion genannt. Ausgewählte Produkte soll es zu einem bestimmten Zeitpunkt um “bis zu” 80% reduziert gegeben haben. Viele Besucher von amazon.de schienen nach der Aktion aber eher angesäuert….

Jan Christe
Jan Christe

Jan Christe, Chefredakteur von t3n, einem wirklich guten Online- und Print-Magazin, ist diese Woche unser Gast. Im Podcast erzählt er mehr über t3n, das Wagnis Print in Zeiten von Online und welches Gadget er sich zu Weihnachten wünscht. Außerdem empfiehlt er Strickmützen. Mehr dazu im Podcast.

Zu gewinnen gibt es dieses Mal auch was, einfach in die hoffentlich kurzweiligen 30 Minuten Audio reinhören.

GW025

Lamebook
Lamebook

Facebook findet die Satire-Website “Lamebook” offenbar gar nicht lustig.

Das kalifornische Unternehmen wirft dem Blog vor, seine Markenrechte zu verletzten. Für kurze Zeit konnte man Lamebook aus dem Facebook-Netzwerk gar nicht verlinken. Das funktioniert mittlerweile wieder.

Der Technik-Chef von Facebook Bret Taylor rudert zurück und nennt die Link-Blockade einen Fehler. Allerdings: Die Fan-Seite von Lamebook bei Facebook scheint immer noch “Down” zu sein.

Tim Berners-Lee
Foto: Silvio Tanaka

Quod erat demonstrandum – möchte man rufen – der britische Informatiker Tim Berners-Lee, Erfinder des WWW, kritisiert genau die Ausnutzung solch einer Vormachtstellung. In einem großen Aufsatz für das Magazin Scientific American schreibt Berners-Lee:

“Wer einmal Daten bei diesen Plattformen eingibt, kann diese nicht einfach so auf anderen Seiten übertragen. Jede Seite ist ein Silo, streng getrennt von den anderen.
Ja, die Nutzerseiten bei einem Dienst sind im Web, aber die Daten sind es nicht. Nutzer können eine Webseite mit einer Liste ihrer Kontakte bei einem Dienst aufrufen, aber sie können diese Liste oder Teile davon nicht an andere Dienste senden.”

Der 55jährige wirft Facebook vor, ein geschlossener Dienst zu sein, der seine Daten vor der Außenwelt des WWW abschotte. Seine Idee eines universellen, verbindendenden Informationssystems sieht er durch Facebook aber auch andere Netzgiganten gefährdet.

Sören Stamer
Sören Stamer

Sören Stamer, Ex-Hamburger und Gründer des kalifornischen Startups yokudo.com ist diese Woche Gast bei Frederic Lardinois und Marcus Schuler.

Der Mitgründer der deutschen CMS-Schmiede CoreMedia berichtet nicht nur über den aktuellen Stand bei yokudo, das bald eine geschlossene Beta starten wird, er freut sich auch für Stephan Uhrenbacher und dessen Unternehmen Qype, bei dem Vodafone eingestiegen ist.

GW024

Facebook

Facebook will Kommunikationskanäle wie Email, SMS und Instant Messaging miteinander verschmelzen. Mark Zuckerberg  sagt, er glaube nicht mehr an die Email – die sei zu langsam und zu formell. Das größte soziale Netzwerk der Welt – es kommt nach eigenen Angaben auf mehr als 500 Millionen Mitglieder – hat damit ein Gerücht bestätigt, was seit Tagen durch die Online-Welt schwirrte: Facebook will mehr als nur einen Email-Dienst anbieten. Aber wie genau muss man sich diesen neuen Dienst vorstellen? Wie könnte er aussehen? Darüber sprechen wir jetzt mit Marcus Schwarze.

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Exchange von Microsoft
Exchange von Microsoft

Hosting bei Google oder Microsoft. Wer seinen Emails bislang bei T-Online, 1 und 1 oder Google Mail gehostet hat, aber einen besseren Spam-Schutz oder mehr Speicher benötigt, der wird vielleicht das ein oder andere Mal schon überlegt haben, zu einem professionellen Email-Hoster zu wechseln. Die Preise für diese Anbieter sind in den vergangenen Jahren immer stärker gefallen. Wer einen “Premiere-Account” von Google haben will, bezahlt dafür nur 40 Euro im Jahr.

Bei Microsoft sind es rund 60 Euro im Jahr. Zwei Vorteile: Wenn man sein DNS-System seiner Domain verändertn kann, dann steht einem Email-Konto unter dem eigenen Domain-Namen nichts im Wege. Und wer ein iPhone hat, kann seine Emails im Push-Verfahren erhalten.

Link zu Boxcar

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Google hat seinen Location-Dienst Places durch „Hotpot“ ersetzt. Der etwas gewöhnungsbedürftige Name erlaubt nun das, was Foursquare, Gowalla aber auch in Facebook bereits können: Geschäfte, Restaurants und Orte bewerten. Nur: bei Google sieht es irgendwie aufgeräumter und schöner aus….

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Marcus Schwarze
Marcus Schwarze

Unser Gast ist der Journalist und Buchautor Marcus Schwarze. Er ist Redakteur bei der Hannoverschen Allgemeinen und betreut dort vor allem Tech-Themen. Außerdem blogt er hier und twittert dort.

GW023

Das soziale Musiknetzwerk Ping
Das soziale Musiknetzwerk Ping

Abgeschottet hinter hohen Mauern, bislang ungeliebt, von wenigen genutzt – so oder so ähnlich muss sich das soziale Musiknetzwerk “Ping” von Apple in den vergangenen Wochen gefühlt haben. Nach der ersten Anfangseuphorie (sie dauerte allerdings nur wenige Tage…) hagelte es massive Kritik an dem neuen Apple-Dienst. Jetzt bekommt Ping eine zweite Chance und externe Oberfläche. Wenn man so will darf Ping den bei Apple sonst eher üblichen “Walled Garden” überspringen – künftig kann man bei Twitter “pingen”.

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Ist es die richtige Strategie, wenn sich zwei Dickschiffe, wie Facebook und Google gegenseitig blockieren? Nur durch “Trickserei” ist es zum Beispiel möglich die bei Facebook gesammelten Kontaktdaten zu exportieren. In die andere Richtung – also vom Google Mail Adressbuch rüber zu Facebook, war das automatisierte Auslesen bislang einfach. Mittlerweile will genau das Google aber verhindern – nur eine Warnmeldung vor Facebook.

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Microsoft wertet seine Spielkonsole Xbox 360 weiter auf. Kinect heißt die 150 Euro teure Hardware, die man an die XBox anschließt und die dann sehen und hören kann. Wird der Spielespaß dadurch noch größer?

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Björn Czieslik
Björn Czieslik

Gast ist der Münchner Journalist Björn Czieslik. Er schreibt hauptsächlich für den genialen Mediendienst turi2.de.

GW022

Mark Zuckerberg
Mark Zuckerberg

Facebook baut weiter an seiner mobilen Strategie. Diese Woche hat das Unternehmen aus Palo Alto nicht nur neue Apps für iPhone und Android vorgestellt. Das Social Network ging noch einen Schritt weiter – Entwickler können die Schnitstellen (API) für Lokalisierungsfunktionen umfangreich nutzen.

Für Dritt-Anbieter wie Gowalla und Foursquare ist es viel einfacher die Schnittstellen für ihre eigenen mobilen Apps zu nutzen.

Das ganze hat aber auch eine Schattenseite: Mit dieser Strategie umarmt Facebook die viel kleineren Dienste – wie eben zum Beispiel Foursquare oder Gowalla. Auf der “Plattform” von Facebook begegnen sich dann deren Nutzer wieder. Was das für die Geschäftsmodelle dieser Anbieter bedeutet – unklar.

Nur eines ist klar: Der Abstand zwischen Facebook und Google auf iPhone und Android wächst weiter. Auf mehr als 200 Millionen Nutzer via Mobiltelefon kommt Facebook nach eigenen Angaben mittlerweile….

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Google Street View
Google Street View

Google Street View sorgt jetzt auch in Großbritannien für Ärger. Dort hat der Datenschutzbeauftrage das kalifornische Unternehmen für die Erfassung von Daten gerügt, die mit Street View im Grunde nichts zu tun haben. Und auch in Deutschland scheint die Freude über den Start des Bilder-Dienstes wieder etwas getrübt. Zwar ist Street View in der Millionenmetropole “Oberstaufen” im Allgäu jetzt offiziell gestartet. Offenbar ist dem Unternehmen da aber ein kleiner Fauxpax unterlaufen. Im Grunde ist diese fast schon typische deutsche Debatte um Sinn und Unsinn von Google Street View schon nicht mehr zu ertragen. Trotzdem sprechen wir in unserem Podcast nocheinmal darüber. Aber wirklich das letzte Mal – versprochen.

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Bizarr – Anders kann man die Auseinandersetzung zwischen Techcrunch Chef Michael Arrington und dem schmierig wirkenden Web-Unternehmer Jason Calacanis nicht bezeichnen. Eine perfekte Klatsch- und Tratsch-Geschichte, wie sie sonst nur in Hollywood und im Silicon Valley geben kann. Mehr dazu in unserem Audiofile.

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Thomas Cloer
Thomas Cloer

Gast ist diese Woche Thomas Cloer von der Computerwoche in München.

GW021

Datenschützer wie auch Google selbst duerften überrascht gewesen sein, wieviele Menschen im Deutschland sich gegen “Street View” entschieden haben. Fast eine Viertel Million sagt, sie möchten nicht, dass ihr Haus in dem Dienst erscheint.

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Gegenwind aus anderer Richtung erhält das führende Suchmaschinen-Unternehmen derzeit von den amerikanischen TV-Networks. Die wollen verhindern, dass Benutzer einer Set-Top-Box mit Google Betriebssystem von ihren Webseiten Videoclips abrufen können….

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Mac OS X – Lion – das ist der Name des neuen Apple Betriebssystems, das vermutlich im Sommer nächsten Jahres erscheinen wird.

Noch “spektakulärer” ist ein neues, superflaches Macbook.

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Gast in dieser Woche ist der IT-Berater Christian Pohle aus der Nähe von München.